07:15 06 Dezember 2019
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    Beschuss von Donezk

    Menschenrechts-Experte fordert Feuerstopp bei bewohnten Ortschaften im Donbass

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    Die Organisation Human Rights Watch (HRW) ist ernstlich darüber besorgt, dass die sich bekämpfenden Kräfte im Donbass von Gebieten aus schießen, die in der Nähe bewohnter Ortschaften liegen, wie der Experte dieser Menschenrechtsorganisation, Ole Solvang, am Donnerstag RIA Novosti sagte.

    Die ukrainischen Militärs hatten am vergangenen Sonntag den Beschuss von Donezk verstärkt. Kiew gab offiziell bekannt, eine massive Sonderoperation am Donezker Flughafen eingeleitet zu haben. Bei den Kämpfen wurden Wohnhäuser, Versorgungsleitungen und Infrastrukturobjekte der Stadt beschädigt.

    Ein weiteres „Krisengebiet“ war die südlich von Donezk gelegene Hafenstadt Mariupol.

    “Die Seiten dürfen (…) kein Feuer von Ortschaften aus führen, was die Zivilbevölkerung gefährdet. „Wir haben gesehen, wie dies bedauerlicherweise von Volkswehrmilizen in Donezk und von Regierungstruppen in Mariupol getan wird. Geschossen wird in der Nähe bewohnter Gebiete“, so Solvang.

    Laut dem Menschenrechtler haben die Regierungstruppen in der Nähe von Kleindörfern bei Mariupol Stellungen bezogen. Im Raum von Donezk hätten Volkswehreinheiten von Wohnbezirken aus geschossen, kritisierte Solvang.

    Ihm zufolge soll HRW in einem Bericht „die Handlungen der ukrainischen Militärs und der Separatisten in Bezug auf die völkerrechtlichen Normen des humanitären Rechts während der Kriegszeit einschätzen“.

    Laut Solvang hat die Intensität der Kampfhandlungen am Montag und Dienstag im Vergleich zum Wochenende „etwas nachgelassen“. Er merkte zugleich an, dass HRW „wegen Berichten über den Einsatz schwerer Artillerie in Ortschaften sehr besorgt ist“.

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    Tags:
    Human Rights Watch (HRW), Ole Solvang, Donezk, Ukraine