14:26 21 September 2020
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    West-Berlin und die Krim * US-amerikanische Kalaschnkow bald auf dem Markt? * Friedensgespräche zu Ukraine für nächste Woche anberaumt * Wirkt sich das QE-Programm in Eurozone auf Russlands Wirtschaft aus?

    „RBC Daily“ (www.rbcdaily.ru)

    West-Berlin und die Krim 

    West-Berlin war ein absurdes politisches Gebilde, das trotzdem über 40 Jahre bestanden hat. Sein Los gibt nicht wenig Grund, über das Schicksal der Krim nachzudenken. Natürlich gibt es einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Fällen. Bei dem einen handelt es sich um eine aufgeteilte Metropole und bei dem anderen um eine geographisch abgetrennte Halbinsel. Nicht zufällig hat Nikita Chruschtschow, früherer sowjetischer Staats- und Parteichef,  1954 die Krim der ukrainischen Sowjetrepublik zugeteilt – da war auch die Wirtschaftslogik dahinter. Heute hängt die Schwarzmeer-Halbinsel von der benachbarten Ukraine ab – sowohl logistisch als auch bei der Wasser- und Stromversorgung. Gelingt es nicht, sich mit der Ukraine zu einigen, erscheint eine Wirtschaftsblockade der Halbinsel, die die Krim zu einer „Insel“ macht, durchaus realistisch.

    „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

    US-amerikanische Kalaschnkow bald auf dem Markt?

    Das US-Unternehmen Russian Weapon Company (RWC) will ab dem zweiten Quartal 2015 damit beginnen, Kalaschnikow-Sturmgewehre selbständig zu produzieren. Als offizieller Importeur und Distributor von AK-47 will die Fima aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania auf diesem Weg das entsprechende Verbot der US-Behörden umgehen, durch das sie die Möglichkeit eingebüßt hat, die legendäre Waffe in den USA zu verkaufen.

    „Wedomosti“ (www.vedomosti.ru)

    Friedensgespräche zu Ukraine für nächste Woche anberaumt

    Ein Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, die der Hauptmechanismus zur friedlichen Beilegung im Donbass werden soll, kann bereits nächste Woche stattfinden. Darauf haben sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine am Mittwoch bei ihrem Vierertreffen in Berlin geeinigt. Um aber die Arbeit in Minsk konkret zu gestalten, müssen mehrere Arbeitsgruppen gebildet werden, denen Vertreter sowohl der Ukraine als auch der ostukrainischen Miliz angehören. Eine der Forderungen Kiews ist die Teilnahme der Chefs der selbsterklärten Republiken Donezk und Lugansk an dem Treffen in Minsk. Eine vorläufige Zustimmung gebe es, so die Zeitungsquelle.

    „Nesawissimaja gaseta“ (www.ng.ru)

    Wirkt sich das QE-Programm in Eurozone auf Russlands Wirtschaft aus?

    Die Experten sind sich uneinig zu den möglichen Folgen des QE-Programms der Europäischen Zentralbank (EZB) für Russland. Der Kauf von Staatsanleihen der Euro-Staaten soll das Wirtschaftswachstum in Europa ankurbeln, das Russlands wichtigster Handelspartner ist, meinen die einen. Die anderen hoffen sogar darauf, dass die Europäer, die billiges Geld bekommen, in Russland anlegen werden. Ein weiterer Teil der Expertengemeinschaft verweist darauf, dass es wegen der Sanktionen recht naiv ist, mit einem Zustrom von europäischem Geld in Russland zu rechnen.

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    Tags:
    Kalaschnikow-Sturmgewehre, Europäische Zentralbank (EZB), Nikita Chruschtschow, Russland, Ukraine, USA, Krim