00:16 16 Dezember 2019
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    Export-Rückgang nach Russland: Zehntausende Deutsche verlieren ihren Job - Cordes

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    Die deutschen Exporte nach Russland sind laut Ost-Ausschuss-Chef Eckhard Cordes 2014 „um 18 Prozent oder umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro gesunken“. Die Folge könnte ein möglicher Verlust von 60 000 Arbeitsplätzen sein.

    "Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland rund 300.000 Arbeitsplätze allein von Exportgeschäften mit russischen Partnern abhängen, so könnte ein dauerhafter 20-prozentiger Rückgang im schlimmsten Fall zum Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen führen", sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft auf Anfrage der „Rheinischen Post“.

    Gleichzeitig nehme der Handel Russlands mit asiatischen und lateinamerikanischen Partnern zu, fügte er an.

    Die Wirtschaft dränge auf eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts, betonte Cordes. „Nur im stetigen Dialog wird man einer gesichtswahrenden Lösung näher kommen, Sanktionen werden den Konflikt nicht lösen“.

    Nach dem Beitritt der Krim zu Russland und wegen Russlands Haltung in der Ukraine-Krise hatten die USA und die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln.

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    Tags:
    Eckhard Cordes, USA, Russland, Deutschland