22:21 05 Juli 2020
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    70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau (26)
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    Die Vorsitzenden von Partei und Fraktion der Linken mahnen in einem offiziellen Pressestatement aus aktuellem Anlass, das Gedenken an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee der Sowjetunion nicht zu vergessen, und fordern, den russischen Präsidenten zu den Feierlichkeiten einzuladen.

    Katja Kipping, Bernd Riexinger und Gregor Gysi erklären stellvertretend für die Partei die LINKE: „ Auschwitz ist auch Auftrag, jeder Form von Faschismus, Rassismus oder Antisemitismus, jeder Form von Hass und Ausgrenzung konsequent entgegenzutreten.“

    KZ Auschwitz-Birkenau
    © Sputnik / Wladimir Fedorenko

    Außerdem mahnt die LINKE, zum Gedenken gehöre auch, die Rolle aller Beteiligten der Anti-Hitler-Koalition angemessen zu würdigen: „Wir bitten die Bundesregierung, sich in besonderer Weise dafür einzusetzen, dass der russische Präsident Putin zu den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz eingeladen wird.“

    In dem am Montag veröffentlichten Pressestatement heißt es weiter: „Wir erleben gegenwärtig, wie mit platten Parolen, vermeintlich einfachen Antworten und Sozialdemagogie Stimmung gemacht wird gegen Religionen, gegen andere Kulturen, gegen Migrantinnen und Migranten. Wir erleben eine Zunahme von Angriffen auf Jüdinnen und Juden, auf Synagogen, ebenso auf Muslime und Moscheen.“ Im Alltag wären wieder Begriffe zu hören, die ihre Wurzeln in der Nazi-Zeit hätten, es gebe genügend Gründe laut und deutlich zu sagen: "Nein, wir wollen eine bunte Gesellschaft", so die LINKE in ihrer offiziellen Presseerklärung.

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