04:05 21 November 2019
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    EU plant noch keinen russischsprachigen TV-Sender

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    Das Gerede über die Einrichtung eines russischsprachigen Fernsehsenders durch die europäische Union als Antwort auf die russische Propaganda ist verfrüht, wie RIA Novosti am Montag inoffiziell aus EU-Kreisen erfuhr.

    Die Außenminister Estlands, Litauens, Dänemarks und Großbritanniens hatten früher in einer gemeinsamen Erklärung vorgeschlagen, dass die Europäische Union die russische Propaganda mit Konterpropaganda beantworten und dafür einen europäischen Fernsehkanal für die russischsprachigen Einwohner der europäischen Gemeinschaft eröffnen solle.

    Laut dem bulgarischen Außenminister Daniel Mitow haben die Außenminister der EU-Länder vor einer Woche die Schaffung von russischsprachigen Massenmedien erwogen, um der russischsprachigen Bevölkerung den europäischen Standpunkt darzulegen, jedoch keine Entscheidung darüber getroffen.

    Der nicht namentlich genannte Gesprächspartner der Agentur sagte weiter: „Alle wissen, dass die russischen Behörden große Ressourcen und große Geldsummen bereitstellen, um ihren Standpunkt zu den Geschehnissen darzulegen. Wir in der EU sind daran interessiert, das Gleichgewicht zu wahren und reale Fakten wahrheitsgetreu mitzuteilen.“

    Der inoffizielle Sprecher hat die Gerüchte über die Pläne der EU, einen russischsprachigen Fernsehkanal einzurichten, nicht bestätigt. Ein solches Projekt wäre geld- und zeitaufwendig, fügte er hinzu.

    Wie der stellvertretende russische Außenminister Alexej Meschkow zuvor zu Journalisten sagte, widersprechen die Pläne der EU zur Schaffung eines russischsprachigen „konterpropagandistischen“ Mediums dem Begriff der Redefreiheit.

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