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08:11 14 Oktober 2019
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    Konflikt in Ukraine

    „The Economist“: Konflikt in Ukraine ist nunmehr ein Krieg – Westen vor schwerer Wahl

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    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
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    Die Welt muss endlich akzeptieren, dass die Geschehnisse in der Ukraine nicht mehr als „Konflikt“, sondern als „Krieg“ bezeichnet werden sollten, so das Magazin „The Economist“. Durchaus wahrscheinlich sei auch, dass dies ein langwieriger Krieg werde.

    Die seit neun Monaten andauernden Kämpfe haben 5000 Menschen das Leben gekostet sowie Zynismus und Hass auf beiden Seiten des Konflikts verstärkt, heißt es im Beitrag. Kiew unternehme nichts, um die Einwohner der Region Donbass von deren Überzeugung abzubringen, dass die Behörden sie „vernichten“ wollen. Viele Maßnahmen der Kiewer Regierung, wie etwa die Einschränkung des Passierens der Grenze und das Blockieren von Hilfskonvois, wirken eher wie eine Bestrafung denn wie ein Schutz. 

    Angesichts der jüngsten Ereignisse im Osten der Ukraine, unter anderem im Zusammenhang mit dem Beschuss von Mariupol, sei der Westen in eine äußerst komplizierte Lage geraten, schreibt „The Economist“. Einerseits könnte eine weitere Passivität der westlichen Top-Politiker als Kapitulation eingestuft werden. Andererseits könnten bestimmte Schritte zum weiteren Schüren des Konflikts führen, was die Wenigsten wünschen.  

    Würden den USA versuchen, die Russlandsanktionen weiter zu verstärken, würden sie unweigerlich mit der Notwendigkeit konfrontiert, die EU zu ähnlichen Schritten zu bewegen. Dabei stehe der europäischen Einheit nach dem Syriza-Wahlsieg in Griechenland eine weitere Prüfung bevor. Der Syriza-Chef hat sich bereits gegen die Russlandsanktionen ausgesprochen. Eine Unterstützung der ukrainischen Regierung durch die USA mit Waffen könnte indessen mehr schaden als nutzen, betont das Magazin.

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    Tags:
    The Economist, Ukraine, Mariupol, Donbass