21:27 24 Juni 2019
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    Soldat der ukrainischen Armee

    Donezker Milizen berichten von schweren Verlusten der ukrainischen Armee

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Seit der jüngsten Eskalation im Donezbecken vor rund zwei Wochen haben die ukrainische Armee und Kiew-treue Verbände nach Angaben der Donezker Milizen mehr als 1300 Soldaten an Toten verloren.

    „In den letzten 13 Tagen hat das Militär 115 Panzer, 88 Schützenpanzer und 56 Artilleriegeschütze verloren. 1311 Menschen wurden getötet“, teilte der stellvertretende Volkswehrkommandeur der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“, Eduard Bassurin, am Donnerstag in Donezk mit. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 117 ukrainische Soldaten bei Gefechten getötet und 60 weitere verletzt worden. Zudem haben sich 14 Soldaten ergeben. Am Donnerstag habe das ukrainische Militär die Stellungen der Milizen aber auch „zivile Objekte“ 53 Mal unter Beschuss genommen und versucht, die Autostraße zwischen Debalzewo und Artjomowsk zurückzuerobern, sagte Bassurin weiter.

    Der Pressesprecher der ukrainischen Militäroperation, Andrej Lyssenko, hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass in den vergangenen 24 Stunden fünf ukrainische Soldaten getötet und 29 weitere verletzt worden seien.

    Der Krieg in der Ost-Ukraine dauert seit April an. Nach dem Umsturz vom Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut UN-Angaben mehr als 5000 Zivilisten ums Leben gekommen. Auf der Seite der regulären Armee kämpfen die Nationalgarde, Freiwilligenbataillone von Oligarch Igor Kolomoiski aber auch Schläger der Nationalistenorganisation „Rechter Sektor“.

    Anfang Dezember vereinbarten die Konfliktgegner eine Waffenruhe, bereits die zweite, doch im Januar verschärften sich die Kämpfe wieder. Das ukrainische Verteidigungsministerium begann einen Großeinsatz zur Rückeroberung des Flughafens Donezk und verstärkt Truppen an der Frontlinie. Die Milizen ihrerseits starteten eine Offensive Richtung Mariupol.

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    Eduard Bassurin, Andrej Lyssenko, Ukraine