15:22 12 Dezember 2017
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    Psaki: USA zerren Russland nicht in heißen Krieg hinein

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    Das US-Außenministerium weist die jüngste Erklärung von Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow zurück, wonach Washington Moskau in einen heißen Krieg hineinzerrt. „Wir sind mit der Behauptung nicht einverstanden“, sagte Ministeriumssprecherin Jen Psaki am Dienstag in Washington.

    Am Donnerstagmorgen hatte Gorbatschow die USA für die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und dem Westen verantwortlich gemacht. Amerika habe Russland schon in einen neuen Kalten Krieg getrieben und könnte nun Schritte in Richtung eines realen Krieges tun, erklärte der 83-jährige Politiker.

    Statt aber ihre Position zu begründen, wiederholte Psaki die längst bekannte Position der USA: „Wir setzen die Zusammenarbeit mit Russland im Iran, in Syrien und im Nahen Osten fort. Aber das, was in der Ukraine passiert, ist gesetzwidrig. Das soll Konsequenzen nach sich ziehen.“

    Psaki zufolge haben sich die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen bereits sehr stark auf dessen Wirtschaft ausgewirkt. „Die Wahl hängt von Präsident Wladimir Putin ab – die gegenwärtige Politik fortsetzen oder die erzielten Vereinbarungen erfüllen.“ Dabei betonte Psaki, dass die USA der Ukraine auch weiterhin jegliche Hilfe erweisen werden.

    Zugleich plädierte die Sprecherin für die Fortsetzung von Verhandlungen. „Gespräche sind ein wichtiger Teil des Prozesses. Die Realisierung von Vereinbarungen – das sind reale Schritte, die Russland und die Separatisten unternehmen könnten“, sagte Psaki.

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    Jennifer Psaki, Russland, USA
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