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    Blick in die russischen Zeitungen

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    Kerry voraussichtlich Anfang Februar in Moskau * EU verlängert Russland-Sanktionen * Russen kaufen immer weniger Wodka * Nach ungeklärtem U-Boot-Fall: Schweden steigert Wehretat

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Kerry voraussichtlich Anfang Februar in Moskau 

    US-Außenminister John Kerry wird nach Zeitungsangaben möglicherweise am 4. und 5. Februar Moskau besuchen, um sich mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zu treffen. Sollte es dazu kommen, wäre es sein erster Russland-Besuch seit Ausbruch der Ukraine-Krise. Dies würde ein Zeichen dafür sein, dass Washington an der Beilegung des Konflikts in der Ukraine nun aktiver teilnehmen will. Zur Diskussion stehen vermutlich auch weitere Probleme, die die bilateralen Beziehungen trüben, wie etwa die Festnahme eines russischen Bankers in den USA.

    EU verlängert Russland-Sanktionen

    Der EU-Rat hat am Donnerstag für eine Verlängerung der Russland-Sanktionen und eine Erweiterung der Schwarzen Liste mit Personen und Unternehmen gestimmt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer weiteren Eskalation in der Ostukraine, wodurch die EU sich dazu gezwungen sehen würde, schwerwiegendere Maßnahmen zu ergreifen. Selbst Griechenland hat sein Vetorecht nicht wahrgenommen. Dies ungeachtet dessen, dass der neue griechische Außenminister, Nikos Kotzias, versprochen hatte, sich für die „Verhinderung einer Spaltung zwischen der EU und Russland einzusetzen“.

    „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

    Wodka-Produktion in Russland bricht ein

    Die Wodka-Produktion in Russland ist 2014 um 22,3 Prozent zurückgegangen. Allein im November und Dezember schrumpfte die Produktion um 38,5 bzw. 47,3 Prozent. Nach Einschätzung des Zentrums für Erforschung des landesweiten und des regionalen Alkoholmarkts hat es noch nie in der modernen Geschichte Russlands einen so starken Rückgang der Jahresproduktion gegeben.

    Nach ungeklärtem U-Boot-Fall: Schweden steigert Wehretat

    Die schwedische Wirtschaftszeitung „Dagens Industri“ hat unter Berufung auf eine „hochrangige Quelle“ in den Armeekreisen berichtet, dass drei bis vier ausländische, nämlich russische, U-Boote in schwedischen Gewässern vor der Küste Stockholms unerlaubt gekreuzt hätten. Trotz einer vergeblichen Unterwassersuche im Oktober haben die schwedischen Militärs ihr Hauptziel jedoch erreicht. Die parlamentarische Mehrheit, die zuvor skeptisch auf die Bitten reagiert hatte, den Wehretat zu steigern, stimmte nun einer höheren Finanzierung zu. In den kommenden fünf Jahren sollen die Streitkräfte jährlich vier Milliarden Kronen (rund halbe Milliarde Euro) bekommen – darunter auch zur Verstärkung des Küstenschutzes vor unbekannten Unterwasserobjekten. Außerdem sollen zusätzliche Mittel für regelmäßige Patrouillen in den Schären vor der schwedischen Küste bereitgestellt werden.

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    Tags:
    EU-Rat, Sergej Lawrow, Nikos Kotzias, Frank-Walter Steinmeier, John Kerry, USA, Russland