04:54 16 August 2018
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    Soldaten der ukrainischen Armee

    Kiew: Friedenseinsatz im Donbass kein Thema

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Ein internationaler Friedenseinsatz in den östlichen Kampfgebieten Donezk und Lugansk kommt für die ukrainische Regierung vorerst nicht in Frage. Kiew befürchtet, dass der seit April andauernde Konflikt dadurch eingefroren werden könnte.

    „Gegenwärtig wird diese Frage überhaupt nicht diskutiert“, sagte die ukrainische Vize-Außenministerin Jelena Serkal am Freitag in Kiew. „Eine Friedensmission würde den Konflikt einfrieden“, so Serkal. Sie denke nicht, dass die Ukraine das ausgerechnet jetzt brauche. Die ukrainische Seite plädiere für die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen und für Kontrollen an der Grenze zu Russland.

    In der Ukraine dauert seit April 2014 ein Bürgerkrieg an. Nach dem Umsturz vom Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut UN-Angaben mehr als 5000 Zivilisten ums Leben gekommen. Obwohl die Konfliktgegner bereits im September bei Gesprächen in Minsk eine Waffenruhe und gegenseitigen Waffenabzug vereinbarten, gehen die Kämpfe insbesondere in den letzten Wochen mit aller Härte weiter.

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    Tags:
    Minsker Memorandum, Jelena Serkal, Ukraine
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