23:31 14 August 2018
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    Diplomat: London drohte mit Veto gegen EU-Beschlüsse ohne neue Russland-Sanktionen

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    Großbritannien hat in der jüngsten Sitzung der EU-Außenminister mit Veto gegen UN-Beschlüsse gedroht, sollten diese keine neuen Sanktionen gegen Russland enthalten. Das teilte ein ranghoher Diplomat, der anonym bleiben wollte, am Freitag RIA Novosti in Athen mit.

    Am Vortag hatte Griechenlands Außenminister Nikos Kotzias auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass er in der Sitzung aufgerufen hatte, keine neue Sanktionswelle gegen Russland zu beschließen. „Eines der Länder sprach von seinem Vetorecht. Aber das waren nicht wir, wie internationale Medien berichteten. Vom Vetorecht sprach ein anderes Land, nachdem wir gefordert hatten, diesen Passus (über neue Russland-Sanktionen) zu streichen. Wir debattierten eine halbe Stunde darüber“, sagte Kotzias.

    „Auf lange Sicht wollen wir nicht, dass Russland sich nach Osten orientiert und billige Güter in China einkauft. Wir wollen keine Spaltung zwischen der EU und Russland“, begründete Kotzias die Position seines Landes.

    Diese Position Griechenlands hänge damit zusammen, dass die Verhängung weiterer Sanktionen der Aufnahme eines Dialogs der EU und Russlands und dem Beginn einer friedlichen Beilegung des Ukraine-Konflikts im Wege gestanden hätte, fuhr der Gesprächspartner fort. Auf die Frage, welches Land die unversöhnliche Position bezogen hatte, sagte er: „Das war Großbritannien.“

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