23:45 23 September 2018
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    Griechenland kippt Kooperation mit Gläubiger-Troika

    © AP Photo / Petros Giannakouris
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    Griechenland arbeitet nach Worten von Finanzminister Giannis Varoufakis auf ein neues Abkommen mit der Euro-Zone hin, das dem Land „den Atem erleichtert“. „Aber mit der Gläubiger-Troika werden wir nicht zusammenarbeiten“, erklärte Varoufakis am Freitag in Athen nach Verhandlungen mit dem Chef der Eurogruppe, Jerun Dijsselbloem.

    Das Treffen (mit Dijsselbloem) sei konstruktiv gewesen, sagte der Minister und äußerte die Hoffnung, dass eine Grundlage für eine konstruktive Kooperation geschaffen wird, „wie dies die Interessen Griechenlands, der Euro-Zone und der EU erfordern“. Es komme darauf an, eine Atmosphäre von Vertrauen zu schaffen, in der ein neues Abkommen für Griechenland in der Euro-Zone ausgearbeitet werde. „Athen ist bereit, seine Beziehungen in der Euro-Zone und mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auszubauen, will aber nicht mit der Gläubiger-Troika (EU, EZB, IWF) kooperieren. Das ist nicht unser Ziel“, sagte Varoufakis.

    Bevor er dem griechischen Minister die Hand drückte, harrte Dijsselbloem etwas aus, bis Varoufakis‘ Aussagen komplett gedolmetscht wurden.

    Die Gewährung „festgefahrener“ Kredittranchen von insgesamt 7,2 Milliarden Euro an Athen hängt davon ab, ob die Gläubiger-Troika die Erfüllung des griechischen Reformprogramms positiv einschätzt. Die Bewertung wurde aber unter diversem Vorwand immer wieder verschoben. Die vorangegangene Mission der Troika dauerte mehr als acht Monate und wurde mehrmals unterbrochen.

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