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    Ein direkter bewaffneter Konflikt mit Russland wäre laut Barack Obama für die USA nicht erwünscht. „Ich denke nicht, dass es für die USA und die Welt wünschenswert wäre, einen realen militärischen Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu sehen“, sagte er am Sonntag in einem CNN-Interview.

    In der jetzigen Situation „gibt es keine Formel, die für Russland gut wäre“, fügte er hinzu.

    Obama räumte ein, dass die USA bei der „Machtübergabe“ im Februar 2014 in Kiew eine bestimmte Rolle gespielt hatten. Russlands Präsident Wladimir Putin „hat seinen Beschluss zur Krim und zur Ukraine nicht infolge einer großen Strategie getroffen, sondern weil er von den Protesten auf dem Maidan und der Flucht des ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch überrascht war, nachdem wir die Machtübergabe (in der Ukraine) durchgesetzt hatten“, so der US-Präsident.

    Die Schritte des russischen Staatschefs bezeichnete Obama als „Improvisation“, die „eine immer stärkere Verletzung der Völkerrechtsnormen nach sich zieht“.

    Ende Juli 2014 waren die USA und die EU von selektiven Sanktionen gegen einzelne Personen und Gesellschaften zu Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. So wurden unter anderem die Kapitalmärkte für die größten russischen Geldinstitute faktisch geschlossen. 

    In Erwiderung darauf schränkte Russland den Import von Lebensmitteln aus den Ländern ein, die Sanktionen gegen Moskau beschlossen hatten: die USA, die EU, Kanada, Australien und Norwegen.

    Moskau betont ständig, dass es mit den Ereignissen im Südosten der Ukraine nichts zu tun hat, die dortige Volkswehr nicht mit Waffen und Munition beliefert, keine Seite im innerukrainischen Konflikt ist und an einer möglichst baldigen Überwindung der politischen und der wirtschaftlichen Krise in der Ukraine interessiert ist.

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    Tags:
    Barack Obama, Wladimir Putin, Viktor Janukowitsch, USA, Russland, Ukraine