22:21 04 August 2020
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    Der russische Vizeaußenminister Grigori Karassin hat den polnischen Außenminister Grzegorz Schetyna vorgeworfen, die „Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und die Rolle der Sowjetunion als Sieger“ revidieren zu wollen.

    Schetyna hatte geäußert, dass Auschwitz, das berüchtigtste Vernichtungslager der NS-Zeit, nicht durch sowjetische, sondern durch ukrainische Soldaten befreit worden sei. Zudem bezeichnete der polnische Spitzendiplomat eine mögliche Teilnahme europäischer Spitzenpolitiker an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Moskau als eine „Herausforderung für Europa und für die freie Welt“.

    Mit solchen Äußerungen beschäme Schetyna sich selbst und die polnische Diplomatie, kommentierte Karassin in einem Gespräch mit dem Radiosender Goworit Moskwa. Er bezeichnete Schetynas Erklärungen als ominös und als einen „ungeschickten Versuch, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges und die Rolle der Sowjetunion als Sieger zu revidieren“.

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    Tags:
    Zweiter Weltkrieg, Grigori Karassin, Grzegorz Schetyna, Moskau