22:40 14 August 2020
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    Laut Alexis Tsipras, dem neuen Premier Griechenlands und Vorsitzenden der Wahlsiegerpartei Syriza, könnten Athen und Zypern „eine Kooperationsbrücke zwischen Europa und Russland werden“.

    Der Agentur Bloomberg zufolge hat Tsipras diese Äußerung am Montag, nach einem Treffen mit dem zyprischen Präsidenten Nicolas Anastasiades gemacht.
    Tsipras erklärte auch, dass Athen „die Möglichkeit einer Kreditaufnahme von Russland nicht erörtert“.

    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hatte zuvor Besorgnis über das Bestreben der neuen griechischen Regierung unter Alexis Tsipras geäußert, eine Zusammenarbeit mit Russland aufzunehmen.

    Nach dem Ausbruch einer Schuldenkrise im Jahr 2010 war Athen gezwungen, die Euroländer und den IWF um Finanzhilfen zu bitten. Zwei Jahre später einigte sich Griechenland mit der Gläubiger-Troika (EU, EZB und IWF) über milliardenschwere Kredite und einen Schuldenschnitt um nahezu 50 Prozent. Im Gegenzug sagte Griechenland zu, Sparmaßnahmen zu treffen, staatliche Aktiva im Gesamtwert von 50 Milliarden Euro bis Ende 2015 zu privatisieren und Strukturreformen  durchzuführen.

    Wie Tsipras früher gesagt hatte, will er die Abschreibung der Milliardenkredite der Gläubiger-Troika durchsetzen, die für die Stabilisierung der griechischen souveränen Schuld und teilweise auch für die Finanzierung der Staatsausgaben verwendet wurden.

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    Syriza-Partei, Alexis Tsipras, Russland, Zypern, Griechenland