23:26 18 September 2020
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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Die nicht anerkannte „Donezker Volksrepublik“ (DVR) im Osten der Ukraine weist den Vorwurf aus Kiew zurück, russische Gefängnisinsassen für die Kämpfe gegen die ukrainische Armee rekrutieren zu wollen.

    Markijan Lubkiwski, Berater des ukrainischen Geheimdienstchefs Valentin Naliwajtschenko, hatte der Nachrichtenagentur Unian gesagt, dass Russland für den 9. Mai 2015 eine „Massenentlassung von Gefängnisinsassen“ plane, „damit sich diese den Milizen in der Ukraine anschließen.“

    „Das ist reiner Unsinn“, kommentierte Andrej Purgin, Vorsitzender des Volksrats der „Donezker Volksrepublik“. Selbst die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) habe in ihren Berichten festgestellt, dass die Volkswehreinheiten, die gegen die Kiew-treuen Truppen kämpfen, zu 80 bis 90 Prozent aus Ortsbewohnern bestünden.

    In der Ost-Ukraine tobt seit April 2014 ein Bürgerkrieg. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut UN-Angaben mehr als 5000 Zivilisten ums Leben gekommen.

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    Andrej Purgin, Markijan Lubkiwski, Ukraine