06:57 19 Dezember 2018
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    Konflikt in der Ostukraine

    Mutmaßlicher Putin-Attentäter kämpft auf der Seite Kiews im Donbass

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Adam Osmajew, der 2012 in der Ukraine wegen Planung eines Attentats auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin angeklagt worden war, ist zum Kommandeur eines Tschetschenen-Bataillons ernannt worden, das auf der Seite der ukrainischen Regierungstruppen gegen die Volksmilizen im Donezbecken kämpft.

    Damit übernahm der gebürtige Tschetschene Osmajew die Nachfolge seines Landsmannes Issa Munajew, der vor einigen Tagen in einem Gefecht im Raum Debalzewo getötet worden war, wie Militärsprecherin Amina Okujewa der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform mitteilte.

    Osmajew war im Februar 2012 zusammen mit seinem Komplizen Ilja Pjansin in der Ukraine festgenommen worden. Die Männer sollen beim Verhör eingestanden haben, Bomben für Anschläge auf den damaligen russischen Regierungschef Wladimir Putin vorbereitet zu haben. Die Geheimdienste von Russland und der Ukraine kamen den Attentätern auf die Spur, nachdem in deren Wohnung in Odessa eine Selbstbaubombe explodiert war. Bei der unbeabsichtigten Explosion wurde der mutmaßliche dritte Mittäter Ruslan Madajew getötet.

    Pjansin wurde 2013 in Russland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Osmajew wurde von einem ukrainischen Gericht des Vorwurfs der Attentatsplanung freigesprochen, jedoch wegen Herstellung von Sprengsätzen und illegaler Einreise in die Ukraine verurteilt.

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    Wladimir Putin, Adam Osmajew, Ukraine, Russland