07:03 19 Juni 2019
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    Beschuss der Hafenstadt Mariupol

    Kiew macht „russisches Militär“ für blutigen Angriff auf Mariupol verantwortlich

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    Der ukrainische Geheimdienst SBU hat Russland für den Beschuss der Hafenstadt Mariupol vom 24. Januar verantwortlich gemacht. Hinter dem Artillerieangriff, bei dem Dutzende Zivilisten starben, habe eine „Terrorgruppe des russischen Militärs“ gestanden, die bereits „vernichtet“ worden sei, sagte SBU-Chef Valentin Naliwajtschenko am Mittwoch.

    „Das dritte Stadium der Operation zur Vernichtung der Terrorgruppe des russischen Militärs, die den Artilleriebeschuss von Mariupol am 24. Januar dieses Jahres organisiert und verübt hat, ist abgeschlossen“, berichtete Naliwajtschenko am Mittwoch in Kiew. Nach seiner Aussage wurden zehn Mitglieder dieser Gruppe „vernichtet“. Zudem sei am Mittwoch eine „Waffensendung“ sichergestellt worden, die „unweit von Kiew versteckt“ und für einen „Terroranschlag in Kiew“ bestimmt gewesen sei.

    Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation in der östlichen Industrieregion Donbass im April 2014 haben ukrainische und westliche Politiker und Medien mehrmals über russische Truppen und einen russischen „Einmarsch“ in die Ukraine berichtet. Beweise dafür wurden nie vorgelegt. Russland weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück.  In der vergangenen Woche gestand der ukrainische Generalstab ein, dass keine regulären Truppen Russlands am militärischen Konflikt im Osten der Ukraine beteiligt sind.

    In der Ost-Ukraine tobt seit April 2014 ein Bürgerkonflikt. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 5300 Zivilisten ums Leben gekommen.

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    Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Valentin Naliwajtschenko, Ukraine, Mariupol