03:28 24 September 2017
SNA Radio
    Russische Zeitungen

    Blick in die russischen Zeitungen

    © Sputnik/ Rybchinsky
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 82744

    Nato-Verteidigungsminister beraten über Verstärkung der Präsenz in Osteuropa * Starke Verluste im Russlands Staatshaushalt durch Ölpreissturz * Mehrheit der Russen gegen militärische Einmischung in Ukraine * Ukraine: Konfliktparteien setzten auf militärische Lösung

    „Kommersant“ (www.kommersant.ru)

    Nato-Verteidigungsminister beraten über Verstärkung der Präsenz in Osteuropa

    Die Nato-Verteidigungsminister kommen am Donnerstag zu einer Sitzung in Brüssel zusammen. Es ist ihr erstes Treffen nach dem Gipfel in Wales, bei dem entschieden wurde, die militärische Präsenz in Osteuropa auszuweiten. Gesprächspartner der Zeitung im Nato-Hauptquartier geben zu, dass das Vertrauen zwischen Moskau und der Allianz zerstört wurde. Angesichts dessen wollen die Minister einen Plan zum Aufbau einer schnellen Eingreiftruppe sowie zur Errichtung von Nato-Kommandozentralen in sechs osteuropäischen Ländern erörtern.

    „Nowyje Iswestija“ (www.newizv.ru)

    Starke Verluste im Russlands Staatshaushalt durch Ölpreissturz

    Der Barrelpreis von 50 US-Dollar, auf den sich die Prognose des russischen Wirtschaftsministeriums stützt, bedeutet für Russland einen Rückgang der Einnahmen aus der Ölbranche in Höhe von drei Billionen Rubel (ca. 50 Milliarden US-Dollar). Dieser Absturz kann aber zum Teil durch die Rubelabwertung ausgeglichen werden. Das Ministerium sagt voraus, dass ein Dollar etwa 61,5 Rubel kosten wird. Analysten zufolge können die Verluste im Staatsetat nicht so schmerzhaft sein: Letzte Woche hat der Barrelpreis für Erdöl die 50-Dollar-Marke überschritten und nähert sich inzwischen der 60-Dollar-Marke.

    Mehrheit der Russen gegen militärische Einmischung in Ukraine

    Mit 67 Prozent halten zwei Drittel der Russen es für nicht zweckmäßig, zur Einstellung der Kämpfe in der Ukraine russische Truppen zu schicken, ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts WZIOM vom Januar. 20 Prozent meinen das Gegenteil. 13 Prozent wissen keine Antwort darauf. 
    29 Prozent der Befragten sind für die Anerkennung der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk als unabhängige Staaten. 28 Prozent sprechen sich für Russlands Neutralität aus. Einen Beitritt der Republiken zu Russland unterstützen 16 Prozent der Befragten.

    „Nesawissimaja Gaseta“ (www.ng.ru)

    Ukraine: Konfliktparteien setzten auf militärische Lösung

    Experten bewerten das jüngste Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe am Samstag in Minsk als ein Fiasko. Die beiden Konfliktparteien schieben einander die Schuld zu und setzen auf eine militärische Lösung des Konflikts. Kiew will offenbar durch eine verstärkte militärische Konfrontation seine Misserfolge im Wirtschaftsbereich, die umfassenden Finanzhilfen aus dem Ausland im Wege stehen, rechtfertigen.

    Zum Thema:

    Blick in die russischen Zeitungen
    Blick in die russischen Zeitungen
    Blick in die russischen Zeitungen
    Tags:
    WZIOM, NATO, Ukraine