00:54 25 September 2017
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    Tschechiens Außenminister Lubomir Zaoralek

    Tschechiens Außenminister: Pläne für Waffenlieferungen an Kiew sind „Spiel mit Feuer“

    © AFP 2017/ Emmanuel Dunand
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    Waffenlieferungen an Ukraine (115)
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    Als ein „Spiel mit Feuer“ hat Tschechiens Außenminister Lubomir Zaoralek die Absicht bewertet, Waffen an die Ukraine zu liefern.

    Sollte der Westen moderne Waffen an Kiew liefern, würde er auch seine Militärexperten zu deren Wartung in die Ukraine schicken, so der Minister am Donnerstag vor Journalisten in Prag.

    „Ich denke, dies ist eine äußerst gefährliche Idee“, sagte er. „Manche mögen denken, dass wir uns heute in einer weniger gefährlichen Situation befinden als während des Kalten Krieges. Bei mir entsteht aber der Eindruck, dass die jetzige Situation vielleicht noch gefährlicher ist als damals.“

    Juri Sedivy, Tschechiens Vertreter in der Nato, hatte zuvor erklärt: „In der Allianz wird dieses Thema absolut nicht diskutiert“, „Die Nato liefert keine Waffen, sie verkauft und schenkt auch keine Waffen. Die Allianz als solche hat im Prinzip keine Waffen“, wurde der Politiker vom Internet-Portal Ceske noviny zitiert.

    Auf die Erklärung des US-Generals Philip Breedlove angesprochen, die Ukraine sollte mit Waffenlieferungen unterstützt werden, meinte Sedivy, Breedlove habe in diesem Fall „nicht im Namen der Allianz gesprochen“. „Dies war seine Meinung als Chef der US-Streitkräfte in Europa“, fügte er an.

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    Waffen, NATO, Juri Sedivy, Lubomir Zaoralek, Ukraine
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