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10:33 15 Oktober 2019
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    EU-Botschafter in Russland Vygaudas Ušackas

    EU-Botschafter in Russland: Europa sucht Beendigung der Konfrontation mit Russland

    © Sputnik / Sergei Kuznetsow
    Politik
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    Europa sucht die Beendigung der Konfrontation mit Russland, das der größte Handelspartner der EU ist, und diese Rolle Russlands wird künftig nur zunehmen, wie der EU-Botschafter in Russland, Vygaudas Ušackas, erklärt hat.

    Zuvor hatten die USA, Kanada, die Europäische Union und Norwegen Russland vorgeworfen, am Konflikt im Donezbecken beteiligt zu sein, und Sanktionen eingeführt. Moskau reagierte darauf mit einem Einfuhrverbot für Lebensmittel aus den jeweiligen Ländern.

    Moskau betonte mehrmals, am innerukrainischen Konflikt nicht beteiligt zu sein. Zudem sei Moskau an einer Überwindung der politischen und wirtschaftlichen Krise in der Ukraine interessiert.

    „Es ist notwendig, ein paar Schritte in der Geschichte zurück zu gehen, um die russische Position sowie die Umstände zu verstehen, die uns zu einer solchen Konfrontation geführt haben. Und die Konfrontation ist sehr ernsthaft, sie kann zu einer Verstärkung und Vertiefung der militärischen Konfrontation führen“, sagte Ušackas in einem Interview für die litauische Zeitschrift „Veidas“.

    Nach seinen Worten sucht Europa eine Entwicklung der Beziehungen zu Russland als Partner in den Bereichen Handel und Energie.

    „Die EU ist der größte Handelspartner Russlands, und Russland wird in diesem Jahr nicht zum drittrangigen, sondern schon zum viertrangigen Handelspartner – nach den USA, China und der Schweiz – werden. Schließlich wird der ganz in der Nähe befindliche Markt mit einer Bevölkerungszahl von 142 Millionen für die Europäer immer attraktiv sein. Die Rolle Russlands als Transitland auf dem,Seidenweg’ zwischen China und der EU wird nur zunehmen “, so Ušackas.

    Er hat auch darauf verwiesen, dass Russland Mitglied des UN-Sicherheitsrates ist und ein Vetorecht bei den wichtigsten Angelegenheiten der Weltpolitik besitzt.

    „So pflegen die EU und die USA während der Krise bestimmte Verbindungen mit Russland bezüglich dieser Angelegenheiten, die vertraglich und unvermeidlich sind“, äußerte Ušackas.

    Er betonte, dass die Beziehungen zwischen der EU und Russland „nicht mehr dieselben sein werden, wie früher“.

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    Tags:
    EU, Vygaudas Ušackas, Russland