01:27 06 August 2020
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    Situation in der Ostukraine (346)
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    In den selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk soll am Montag eine freiwillige Mobilmachung beginnen. Sie gilt als eine Art „Antwort“ auf die „vierte Welle der Mobilisierung“, die jetzt in der Ukraine stattfindet.

    Die Mobilmachung in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk wurde praktisch gleichzeitig angeordnet.

    „Ich wende mich an alle unsere Grenzsoldaten, Fallschirmjäger und alle, die eine Waffe führen können und einen militärischen Beruf haben: Kommen Sie! Für eine beliebige Frist, wir brauchen Sie so sehr!“ — appellierte der Chef der Volksrepublik Lugansk, Igor Plotnizki, an seine Landsleute.

    Er macht kein Hehl daraus, dass die Volksmilizen frische Kräfte brauchen, um die Situation bei Debalzewo, wo Soldaten der ukrainischen Armee und Nationalgarde eingekesselt sind, in den Griff zu bekommen. Plotnizki hat den Freiwilligen einen hohen Sold versprochen.

    Die Führung der Volksrepublik Donezk betonte mehrmals, dass die Mobilmachung freiwillig sein würde. Der Chef der Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, hat inzwischen darauf verwiesen, dass geplant ist, bis zu 100 000 Freiwilligen zu mobilisieren. Der offizielle Vertreter der Volkswehr der Republik Donezk, Eduard Bassurin, erläuterte jedoch später, es handele sich eher darum, die Zahl der Volkswehrleute auf 100 000 zu erhöhen.

    Die Volkswehr der Volksrepublik Donezk zählt jetzt nach verschiedenen Angaben zwischen 7 000 und 15 000 Menschen.

    Die Oberste Rada, das ukrainische Parlament, hat am 15. Januar einen Erlass des Präsidenten Pjotr Poroschenko über die Durchführung von drei Etappen der Teilmobilisierung im Jahr 2015 bestätigt. Die gesamte Zahl ukrainischer Soldaten im Jahr 2015 könnte bis zu 144 000 betragen.

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    Tags:
    Igor Plotnizki, Alexander Sachartschenko, Ukraine, Lugansk, Donezk