09:09 29 Januar 2020
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    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
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    Das ukrainische Militär hat Russland erneut vorgeworfen, Soldaten und Waffen in die Ukraine geschickt zu haben.

    „Rund 1500 Angehörige der Streitkräfte der Russischen Föderation und mehr als 300 Panzerhaubitzen, Grad-Mehrfachraketenwerfer und Laster haben am 7. und 8. Februar die Staatsgrenze der Ukraine am Übergang Iswarino überquert“, sagte Andrej Lyssenko, Sprecher der ukrainischen Militäroperation im Donezbecken, am Montag in Kiew.

    Seit Beginn der ukrainischen Militäroperation haben ukrainische und westliche Politiker und Medien mehrmals über russische Truppen und einen russischen „Einmarsch“ in die Ukraine berichtet. Beweise dafür wurden nie vorgelegt. Russland weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück. Auch internationale Inspektionsteams haben an der Grenze keinerlei Verstöße und keine unangekündigten militärischen Aktivitäten auf russischer Seite registriert. Am 29. Januar gestand der ukrainische Generalstab ein, dass keine regulären Truppen Russlands am militärischen Konflikt im Osten der Ukraine beteiligt sind.

    In der Ost-Ukraine tobt seit April 2014 ein Bürgerkrieg. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 5300 Zivilisten ums Leben gekommen.

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    Viktor Janukowitsch, Andrej Lyssenko, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine