20:30 06 Juni 2020
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    Ukraine-Gipfel in Minsk (59)
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    In der Ukraine wird derzeit nach Ansicht des slowakischen Premiers Robert Fico ein Großmacht-Duell ausgetragen, die einzig denkbare Regelung der jetzigen Situation muss in der Herstellung eines Gleichgewichts in der Welt bestehen.

    „Sollte dies nicht erreicht werden, so wird die Ukraine für viele Jahre zum Objekt eines militärischen Konflikts“, wird Fico vom Internetportal Teraz zitiert.

    Wie der Premier betonte, wird die slowakische Delegation beim EU-Gipfel in Brüssel nicht nur die einheitliche Linie der EU-Mitgliedsstaaten unterstützen, sondern auch ihre nationalen Interessen schützen.

    Nach seiner Überzeugung haben die Russland-Sanktionen praktisch nichts verändert, weil das Blutvergießen  im Osten der Ukraine andauert und die Spannungen nicht nachlassen.

    „Mit den Sanktionen muss man äußerst vorsichtig umgehen“, betonte der Politiker. „Damit haben wir nur unseren Beziehungen mit Russland und der Wirtschaft in Europa insgesamt geschadet.“

    Wie Fico betonte, ist sein Land gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, es kann diese aber einzelnen Nato-Ländern nicht verbieten. Sollte es jedoch dazu kommen, würde das zu einem echten Krieg mit kommerzieller Nutzung von Waffen in einem bedeutenden Teil Europas führen.

    Im Falle einer Zunahme von Spannungen in der Ukraine und sollte der Beschluss über Waffenlieferungen an die Ukraine getroffen werden, wird der Sicherheitsrat der Slowakei einberufen, der ernsthafte Maßnahmen zur Festigung der Ostgrenze des Landes einleiten wird, fügte er hinzu.

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    NATO, Robert Fico, Ukraine, Slowakei