23:29 05 Dezember 2020
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    Ukraine-Gipfel in Minsk (59)
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    Laut dem Oberhaupt der „Volksrepublik Lugansk“ (LVR), Igor Plotnizki, haben die beiden selbsterklärten Volksrepubliken - Lugansk und Donezk - die in Minsk erzielten Abkommen nur aus dem Grund unterzeichnet, weil drei weltführende Staatschefs als Garanten für die Umsetzung dieser Dokumente aufgetreten sind.

    „Wir (DVR-Chef Alexander Sachartschenko und ich) waren zuvor anderer Meinung, aber wir können nicht umhin, den drei Spitzenländern von heute – Russland, Deutschland und Frankreich – zu vertrauen und ihre Meinung zu achten. Da sie Garantien dafür gegeben haben, dass sich die Ukraine unter dem Druck des Donbass verändern wird, müssen wir der Ukraine eine Chance geben“, zitiert das Lugankser Informationszentrum Plotnizki.

    Der LVR-Chef äußerte die Hoffnung, dass die jüngsten Abkommen die Ukraine selbst und ihre Beziehungen zur Region Donbass verändern werden.

    Laut Plotnizki sollen die Abkommen dazu dienen, dass der Wandel in der Ukraine auf zivilisiertem Wege erfolgt.

    Im Minsk waren am Donnerstag die Friedensgespräche im „Normandie-Format“ unter Teilnahme Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands zu Ende gegangen.

    Bei den fast 16-stündigen Gesprächen unter Teilnahme von Wladimir Putin, Pjotr Poroschenko, Francois Hollande und Angela Merkel wurde ein Abschlussdokument vereinbart, das eine neue Waffenruhe, den Abzug schwerer Waffen und die Umsetzung des ursprünglichen Minsker Abkommens vorsieht. Dieses Dokument wurde dann von der Ukraine-Kontaktgruppe unterzeichnet, zu der OSZE-Vertreterin Heidi Tagliavini, der Ex-Präsident der Ukraine Leonid Kutschma, der russische Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, sowie die Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, gehören.

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    Tags:
    Lugansker Volksrepublik, Alexander Sachartschenko, Igor Plotnizki, Ukraine