23:18 05 Dezember 2020
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    Ukraine-Gipfel in Minsk (59)
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    Nach dem Ukraine-Gipfel in Minsk hat Kreml-Sprecher Dmitri Peskow über einige Details der 16-stündigen Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Francois Hollande und dem ukrainischen Staatschef Pjotr Poroschenko informiert.

    Die Gespräche im Normandie-Format seien „hart und sehr emotional“ gewesen, teilte Peskow nach Angaben des Fernsehsenders Doschd mit. Er bestätigte die Worte der deutschen Kanzlerin Merkel, dass der russische Präsident Putin auf die Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR bzw. LVR), Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, eingewirkt habe. Als falsch wies der Kreml-Sprecher die Äußerung von Pjotr Poroschenko zurück, dass dem ukrainischen Staatschef Ultimaten gestellt worden seien.

    Am gestrigen Mittwoch haben sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der russische Präsident Wladimir Putin, der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko sowie der französische Präsident Francois Hollande zu einem Krisengipfel in Minsk getroffen, um nach einer friedlichen Lösung für den seit April andauernden Bürgerkrieg in der Ukraine zu suchen. Bei den fast 16 Stunden langen Gesprächen, die bis Donnerstagmorgen dauerten, wurde ein Dokument ausgehandelt, das eine neue Waffenruhe, den Abzug schwerer Waffen und die Umsetzung des ursprünglichen Minsker Abkommens vorsieht. Dieses Dokument wurde dann von der Ukraine-Kontaktgruppe unterzeichnet, bestehend aus der OSZE-Vertreterin Heidi Tagliavini, dem ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid Kutschma, dem russischen Botschafter in der Ukraine, Michail Surabow, und den Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki.

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    Lugansker Volksrepublik, Wladimir Putin, Ukraine