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    US-Senator Jim Inhofe

    „Beweis“ für russische Truppen in Ukraine – US-Senator blamiert sich mit Fake-Fotos

    © AP Photo / Sue Ogrocki
    Politik
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    Leo Stroganoff
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    Mit diesen Bildern wollte der US-Senator Jim Inhofe seinen Vorstoß für Waffenlieferungen an die Ukraine untermauern. Doch die Fotos, die die Präsenz russischer Truppen im Donezbecken belegen sollten, haben sich als pure Fälschung entpuppt.

    The Washington Beacon“ veröffentlichte in dieser Woche mehrere Fotos, die Senator Jim Inhofe dem Blatt übergeben hatte. Die Bilder, die russische Panzer und Militärlaster zeigen, hätten eine Verwicklung Russlands in den Ukraine-Konflikt beweisen sollen. Senator Inhofe, Mitverfasser eines Gesetzes über Waffenlieferungen an die Ukraine, hatte das Fotomaterial bereits im Dezember von ukrainischen Parlamentsabgeordneten erhalten. Diese hatten behauptet, dass die Bilder zwischen dem 24. August und dem 5. September 2014 in der Ukraine aufgenommen worden seien.

    Nach Angaben von „The Washington Beacon“ hat der Senator die Bilder selber auf ihre Echtheit überprüft. Doch schon wenige Stunden nach ihrer Veröffentlichung enthüllten die Leser eine Fälschung: Mindestens ein Teil der präsentierten Bilder stammte noch aus dem Georgien-Krieg von 2008. Nach der Enthüllung geriet Jim Inhofe in Erklärungsnot.

    In einem Statement sagte der Republikaner, er habe nicht elektronische, sondern gedruckte Bilder bekommen. Das habe die Verifizierung erschwert. Er selbst sei außer sich vor Wut gewesen, als er erfahren habe, dass es sich bei einem der Fotos um ein Bild der Agentur AP aus dem Jahr 2008 gehandelt habe, so der Senator.

    Buzzfeed veröffentlichte unterdessen die Liste der ukrainischen Politiker, die dem US-Senator die Fake-Fotos übergeben hatten. Unter ihnen ist Semen Sementschenko, Parlamentsabgeordneter und Kommandeur des berüchtigten Freiwilligen-Bataillons Donbass. In dieser Woche ist im US-Kongress ein Gesetzentwurf eingebracht worden, der amerikanischen Waffenlieferungen an die Ukraine grünes Licht gibt.

    Leo Stroganoff

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    Tags:
    The Washington Beacon, Semen Sementschenko, Jim Inhofe, USA, Ukraine