03:35 26 September 2018
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    Vize-Befehlshaber der Donezker Armee Eduard Bassurin

    Donezk: Ukrainische Soldaten werden nicht aus dem Kessel von Debalzewo gelassen

    © REUTERS / Maxim Shemetov
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    Die Milizen der selbsterklärten Volksrepublik Donezk haben nicht die Absicht, die ukrainischen Soldaten aus dem Kessel von Debalzewo zu befreien, ihnen wurde vorgeschlagen, in Gefangenschaft zu gehen, sagte der Vize-Befehlshaber der Volkswehr, Eduard Bassurin, am Samstag.

    „Man wird sie nicht beschießen, doch aus dem Kessel wird man sie ebenfalls nicht lassen. Entschuldigung, aber warum sollten wir sie gehen lassen? Wir geben ihnen eine Chance aufs Leben, das ist ein Feind, ein richtiger Feind, der in unser Land gekommen ist“, so Bassurin.

    Er betonte auch, dass die Volksmilizen beabsichtigten, die Feuereinstellung streng einzuhalten. Sollte der Gegner jedoch aggressiv handeln, sei mit einer Reaktion zu rechnen.

    „Ja, wir werden die übernommenen Verpflichtungen einhalten, doch falls es irgendwelche Handlungen seitens des Gegners in unsere Richtung geben sollte, werden diese entsprechend unterbunden werden“, so Bassurin.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden waren. Jüngsten UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konfliktes mehr als 5.500 Zivilisten ums Leben gekommen.

    Am 12. Februar sind in Minsk die Verhandlungen im „Normandie-Format“ zu Ende gegangen. Parallel dazu hat die Kontaktgruppe zur Ukraine ein Dokument zur Regelung der Ukraine-Krise verfasst. Das Dokument sieht unter anderem die Feuereinstellung ab 15. Februar, den Abzug schwerer Waffen und die Schaffung einer Sicherheitszone vor.

    Die Staatschefs der Teilnehmerländer des Vierergipfels in Minsk haben in einer abschließenden Erklärung das von der Kontaktgruppe unterzeichnete Dokument gebilligt.

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    Tags:
    Eduard Bassurin, Ukraine, Debalzewe, Donezk