00:46 23 September 2018
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    Ukrainische Armee nebem Debalzewo (Ostukraine)

    Kämpfe in Debalzewo: Ukrainische Truppen versuchen Ausbruch aus dem Kessel

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    Trotz der vereinbarten Waffenruhe versuchen die in Debalzewo eingeschlossenen ukrainischen Truppen nach Angaben der Donezker Volkswehr weiter, aus dem Kessel auszubrechen. Die Milizen bieten den Soldaten an, den Kessel ohne Waffen zu verlassen.

    „Die Situation im Raum Debalzewo ist weiter angespannt. Dort wird geschossen“, teilte Denis Puschilin, stellvertretender Parlamentschef der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“, am Montag mit. „Das ukrainische Militär versucht immer wieder, aus dem Kessel auszubrechen. Wir sind gezwungen, das Feuer aus den ukrainischen Stellungen zu erwidern.“

    Puschilin bestätigte, dass ukrainische Soldaten den Kessel ohne Waffen verlassen dürfen. „Wir bieten einen grünen Korridor an.“ Die Soldaten dürfen organisiert, ohne Technik und Waffen, Debalzewo verlassen.  Laut Puschilin haben sich „alle Offiziere“ aus dem Debalzewo-Kessel bereits abgesetzt. Auch der Kommandeur des Freiwilligenbataillons Donbass, Semen Sementschenko, der in den vergangenen Tagen via Facebook über den Verlauf der Kämpfe in Debalzewo informiert hatte, befinde sich nicht im Kessel.

    In Debalzewo, ca. 50 km nordöstlich von Donezk, sind seit Anfang Februar zwischen 6000 und 8000 ukrainische Soldaten von den Milizen eingeschlossen. Am 15. Februar um 00.00 Uhr ist in der Ost-Ukraine ein Waffenstillstand in Kraft getreten, der drei Tage davor beim Krisen-Gipfel in Minsk ausgehandelt worden war. Russland warnte, dass der Debalzewo-Kessel eine Bedrohung für den Waffenstillstand darstellen könnte, weil die Regierung in Kiew die Einkesselung ihrer Truppen bestreitet.

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    Semen Sementschenko, Denis Puschilin, Donezk, Debalzewe, Ukraine