08:20 22 September 2017
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    Kesselschlacht in Debalzewo: Armee und Milizen kämpfen um einzige Verbindungsstraße

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    Trotz der vereinbarten Waffenruhe in der Ukraine dauern die Kämpfe um Debalzewo weiter an. Das Kiewer Militär und die Donezker Milizen kämpfen um die einzige Verbindungsstraße in den Ort, in dem nach Angaben der Volkswehr mehrere Tausend ukrainische Soldaten eingekesselt sind.

    Die Gefechte in der Ortschaft Logwinowo, die direkt an der Autostraße Artjomowsk-Debalzewo liegt, dauern an, bestätigte Anatoli Stelmach, Sprecher der Kiewer Sonderoperation im Donezbecken, am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Das Dorf Logwinowo wird gleichzeitig von uns und von den Terroristen kontrolliert. Dort wird weiter gekämpft.“ 

    Die Milizen der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ hatten Anfang Februar in Debalzewo, ca. 50 km nordöstlich von Donezk, 6000 bis 8000 ukrainische Soldaten in die Zange genommen und dann auch völlig eingeschlossen. Die Regierung in Kiew bestritt das zunächst. Am Dienstag teilte das ukrainische Militär mit, die Regierungstruppen hätten die Straße Artjomowsk-Debalzewo wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Die Milizen informierten ihrerseits, dass der Kessel weiter geschlossen sei und dass rund 300 ukrainische Soldaten sich ergeben hätten.

    Seit dem 15. Februar gilt in der Ost-Ukraine ein Waffenstillstand, der drei Tage davor beim Krisen-Gipfel in Minsk ausgehandelt worden war. Russland warnte, dass die eingeschlossenen ukrainischen Soldaten eine Bedrohung für den Waffenstillstand darstellen könnten. Und tatsächlich teilte die Donezker Volkswehr am Montag mit, dass die eingeschlossenen ukrainischen Truppen schon nach Beginn der Waffenruhe mehrmals versucht hätten, aus dem Kessel auszubrechen. Die Milizen schlugen die Attacken zurück. Die „Donezker Republik“ bot den eingeschlossenen Soldaten an, den Kessel unter Abgabe der Waffen zu verlassen. Die Militärführung in Kiew lehnte dies ab und kündigte an, dass die eingeschlossenen Truppen gewaltsam aus dem Kessel ausbrechen würden.

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    Tags:
    Ukraine, Debalzewe
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