22:27 05 April 2020
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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Der Chef der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Ertugrul Apakan, hat die Volkswehr aufgefordert, Feuer im Raum von Debalzewo unverzüglich einzustellen und den Zugang von Beobachtern zu sichern, heißt es in einer am späten Dienstagabend veröffentlichten Erklärung.

    „Die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk verweigern praktisch der Beobachtermission den Zugang zu Debalzewo unter Hinweis auf ihre Sorge um die  Sicherheit. Wir bestehen darauf, dass sie ihre Offensive unverzüglich einstellen. Wir bestehen auf einem ungehinderten Zugang zu Debalzewo und zur Sicherheitszone“, betonte Apakan.

    Wie es im Dokument heißt, hatte Apakans Stellvertreter Alexander Hug am Dienstag an vier Runden von Videokonferenzen mit Vertretern des Generalstabs der Ukraine, Vertretern von Donezk und Lugansk sowie von Vertretern Russlands und der Ukraine im gemeinsamen Koordinierungs- und Kontrollzentrum teilgenommen, das provisorisch in Soledar untergebracht wurde. 

    „Im Hinblick auf Berichte über den Beschuss und den Feuerwechsel in diesem Raum hat die Beobachtermission alle Seiten aufgefordert, ihr Festhalten an der Vereinbarung über die Waffenruhe zu bekräftigen, um die Möglichkeit zu bekommen, die Stadt zu besuchen. Ich bedauere, dass wir das nicht erreichen konnten. Als Folge wurde das Mandat der Mission kompromittiert“, so Apakan.

    Wie er hinzufügte, wird die Mission am Mittwoch erneut versuchen, aus Soledar nach Debalzewo zu kommen, sobald sie eine Bestätigung für die Feuereinstellung bekommt. „Die Weigerung, das zu tun, wird zu schweren Folgen führen“, betonte er. 

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    Tags:
    Alexander Hug, Lugansk, Donezk, Debalzewe, Ukraine