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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko hat einen Abzug der Truppen aus dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewo bestätigt. Laut ihm hat die Mehrheit der ukrainischen Soldaten den umkämpften Ort bereits mit ihren Waffen verlassen. Die Bürgerwehr hatte berichtet, dass in Debalzewo mehrere tausend ukrainische Soldaten eingekesselt seien.

    Der planmäßige Truppenabzug aus Debalzewo habe am Mittwochmorgen begonnen, teilte Poroschenko nach Angaben des ukrainischen TV-Senders „112 Ukraina“ mit. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Mehrheit der Militärangehörigen abgezogen worden.“ „Die Soldaten verlassen (Debalzewo) mit all ihren Waffen und zeigen damit der Welt und Russland, dass es in Debalzewo keinen Kessel gibt“, so der Sender. Zuvor hatte bereits der Kommandeur des Kiew-treuen Freiwilligen-Bataillons Donbass, Semen Sementschenko, über einen Abzug der regierungstreuen Truppen aus Debalzewo informiert.

    Wie die Nachrichtenagentur RIA Novosti  aus Poroschenkos Presseamt erfuhr, ist der ukrainische Präsident am Mittwoch persönlich in die „Zone der Anti-Terror-Operation“ im Donezbecken  abgeflogen.

    Die Milizen der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ hatten Anfang Februar in Debalzewo, ca. 50 km nordöstlich von Donezk, nach eigenen Angaben 6000 bis 8000 ukrainische Soldaten in die Zange genommen und dann auch völlig eingeschlossen. Die Regierung in Kiew bestritt das zunächst. Am Dienstag teilte das ukrainische Militär mit, die Regierungstruppen hätten die Straße Artjomowsk-Debalzewo wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Die Milizen informierten ihrerseits, dass der Kessel weiter geschlossen sei und dass rund 300 ukrainische Soldaten sich ergeben hätten.

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Semen Sementschenko, Ukraine, Debalzewe, Donbass