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11:07 21 September 2019
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    Abzug der ukrainischen Armee aus Debalzewo

    Kommandeur: Viele Tote und Verletzte bei Abzug der ukrainischen Armee aus Debalzewo

    © REUTERS / Gleb Garanich
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    Die ukrainischen Regierungstruppen erleiden bei ihrem Rückzug aus dem umkämpften Eisenbahnknotenpunkt Debalzewo Verluste, wie der Chef des Kiew-treuen Freiwilligenbataillons „Donbass“, Semen Sementschenko, mitteilte. Nach seinen Angaben wurden am Mittwoch mindestens 167 Soldaten verletzt, zudem gibt es „viele Tote“.

    „Bis jetzt wurden 167 Verletzte nach Artjomowsk gebracht“, teilte Sementschenko am Nachmittag auf Facebook mit. „Viele Tote wurden nicht abgeholt. Die gesamte Zahl ist mir nicht bekannt.“ Verluste gibt es laut Sementschenko sowohl bei den Streitkräften und der Nationalgarde als auch beim Innenministerium und Freiwilligen.

    Die Donezker Volkswehr hatte Anfang Februar im Raum Debalzewo nach eigenen Angaben mehrere Tausend ukrainische Soldaten eingeschlossen und ihnen einen Abzug unter Abgabe der Waffen angeboten. Die ukrainische Regierung bestritt zunächst die Einkesselung der Soldaten. Am Montag kündigte der Kiewer Sicherheitsrat jedoch an, dass ein gewaltsamer Ausbruch aus dem Kessel vorbereitet werde.

    Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko
    © Sputnik / Press service of the Ukrainian President
    Am heutigen Mittwoch teilte der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko mit, dass in den frühen Morgenstunden ein Truppenabzug aus Debalzewo begonnen habe und dass am Nachmittag alle ukrainischen Einheiten Debalzewo verlassen hätten. Die Bürgerwehr teilte daraufhin mit, dass der Kessel weiter geschlossen sei.

    Seit Beginn der Waffenruhe am 15. Februar, die in Minsk unter Vermittlung der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, des französischen Präsidenten Francois Hollande und des russischen Staatschefs Wladimir Putin ausgehandelt worden war, ist Debalzewo wohl der einzige Ort in der Ost-Ukraine, in dem die Kämpfe zwischen Militär und Milizen weiter toben.

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    Tags:
    Waffenruhe, Petro Poroschenko, François Hollande, Angela Merkel, Semen Sementschenko, Donezk, Ukraine, Debalzewe