01:04 11 Dezember 2017
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    Naftogas-Büro in Kiew

    Naftogaz erklärt Gaslieferstopp für Donbass mit technischen Problemen

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    Politik
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    Der ukrainische Energieversorger Naftogaz hat bestätigt, die Gasversorgung der abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk im Osten des Landes eingestellt zu haben. Der Staatskonzern erklärte den Lieferstopp mit Beschädigungen an Gasleitungen.

    „Infolge zahlreicher Beschädigungen der Gastransportinfrastruktur, die durch Beschuss und Explosionen auf dem Territorium der Kampfhandlungen angerichtet wurden, sind die Erdgaslieferungen in das Gebiet der Anti-Terror-Operation ab 18. Februar ausgesetzt worden“, teilte der ukrainische Energiekonzern Naftogaz am Donnerstag mit. „Die Wiederaufnahme der Gaslieferungen ist wegen der weiterlaufenden aktiven Kampfhandlungen in dieser Region vorerst unmöglich.“

    Das ukrainische Gastransportunternehmen „Ukrtransgaz“ bestätigt die Bereitschaft zur Wiederherstellung der beschädigten Infrastruktur, sobald die Kampfhandlungen beendet sind und die Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, die Schadensabschnitte ohne Lebens- und Gesundheitsrisiko zu erreichen. Zurzeit werden die Beschädigungen und die damit zusammenhängenden Verluste ausgewertet.

    Zuvor hatten die Volksrepubliken Donezk und Lugansk berichtet, dass Kiew die Gasversorgung dieser selbsterklärten Regionen völlig eingestellt hat. Donezk bekommt nach eigenen Angaben Gas nun direkt aus Russland. In Lugansk gehen die Reserven aus.

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    Tags:
    Erdgas, Ukrtransgaz, Naftogaz, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine, Donbass