21:31 05 Juli 2020
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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Ein Austausch von Aufklärungsdaten zwischen Russland und den USA über die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ist möglich, in dieser Frage gibt es nach Ansicht von Alexander Bortnikow, Direktor des russischen Sicherheitsdienstes FSB, ein Einvernehmen.

    „Alles, was heute vor sich geht, ist dermaßen ernsthaft, dass man sich zusammenschließen muss“, sagte er vor Journalisten in Washington. 

    Die Sicherheitsbehörden Russlands und der USA sind sich der Notwendigkeit der bilateralen Zusammenarbeit bewusst, betonte Bortnikow.  „Wir haben Fragen der Zusammenarbeit mehrmals diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es nicht notwendig ist, solche Fragen zu politisieren.“

    Als Beispiele für die Zusammenarbeit zwischen dem FSB und Sicherheitsdiensten der USA und anderer Länder des Westens nannte Bortnikow Ermittlungen zum Terrorakt in Boston und die Gewährleistung der Sicherheit während der Winterspiele in Sotschi

    Wie Bortnikow, der am internationalen Anti-Terror-Treffen in Washington teilgenommen hatte, betonte, hatte sein US-Besuch sowohl professionellen, als auch politischen Charakter. „Man kann politische Probleme nicht lösen, ohne dabei Möglichkeiten einzusetzen, über die meine Kollegen und ich verfügen. Dies ist ein überaus wichtiger Aspekt, der zu den Grundlagen für eine positive Beeinflussung des Geschehens gehört.“ 

    Zugleich betonte Bortnikow, dass die Ukraine-Krise während seines Besuchs in Washington nicht erörtert wurde. „Mit mir hat niemand diese Frage diskutiert“, sagte er. 

    Auf das Problem des „Islamischen Staates“ eingehend, sagte Bortnikow, dass „sich derzeit rund 1.700 russische Bürger im Irak aufhalten“. „Innerhalb des vergangenen Jahres hat sich diese Zahl praktisch verdoppelt“, betonte er. Wichtig sei, den Menschen, die dorthin reisen wollen, den Weg zu versperren. „Andererseits muss man alles tun, um keine Terrorausfälle zu verpassen, die mit der Rückkehr dieser Menschen zusammenhängen könnten.“ 

    Nach seinen Angaben sind momentan rund 100 Länder und 20.000 Ausländer in den Konflikt im Irak auf der Seite des „Islamischen Staates“ einbezogen. „Die Zahl der Teilnehmer, die auf der IS-Seite  kämpfen, ist laut unseren Schätzungen von 13.000 auf 20.000 gestiegen.“

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Alexander Bortnikow, USA, Russland