14:52 23 September 2017
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    Grabmal von Suleiman Schah

    Nachteinsatz: Türkische Panzer retten Kameraden vor IS in Syrien

    © REUTERS/ Salih Boztas/Zaman Daily via Cihan News Agency
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    Terrorgruppierung Islamischer Staat (498)
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    Das türkische Militär ist in der Nacht zum Sonntag mit Hunderten Soldaten und Dutzenden Panzern in das Nachbarland Syrien eingerückt, um Kameraden aus einer von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) belagerten Region zu retten.

    Die 39 Soldaten, die das Grabmal von Suleiman Schah, rund 30 km von der Grenze entfernt, bewacht hatten, seien zurück in die Türkei gebracht worden, sagte Regierungschef Ahmet Davutoğlu. Diese Region steht seit fast einem Jahr unter Kontrolle der IS-Dschihadisten. An der Evakuierungsaktion haben laut Davutoğlu 39 Panzer und 61 weitere Kampffahrzeuge teilgenommen. Nach Angaben der Agentur Reuters waren insgesamt 700 türkische Soldaten im Einsatz.

    Das Mausoleum des Großvaters von Osman I., dem Begründer des Osmanischen Reichs, liegt in der Nähe der Stadt Kobani. Die Grabstätte ist laut dem Ankara-Vertrag von 1921 türkische Exklave und bislang von einer Ehrenformation türkischer Soldaten bewacht worden.

    Die radikale Bewegung IS (auch bekannt als Isis und Isil), die seit Jahren gegen die Regierungsarmee in Syrien kämpft, konnte Anfang Sommer überraschend mehrere Gebiete im Nordirak erobern und rief in den besetzten Gebieten ein islamisches Kalifat aus. Die Regierung in Bagdad bat die Weltgemeinschaft um Hilfe, um den Vormarsch der Dschihadisten, die Tausende „Ungläubige“ getötet haben, zu stoppen. Nach Angaben des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zählt der „Islamischer Staat“ rund 30.000 Kämpfer. Eine von den USA geführte internationale Koalition fliegt seit August Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Eine Bodenoperation gegen den IS lehnen die USA ab.

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