20:05 23 September 2017
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    Sprengstoffanschlag in Charkow

    Anschlag in Charkow: Kiew macht „Partisanen“ verantwortlich

    © REUTERS/ Stanislav Belousov
    Politik
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    Nach dem Sprengstoffanschlag in Charkow haben die ukrainischen Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben eine Terrorgruppe gefasst, die eine ganze Reihe von Anschlägen geplant haben soll. Die Gruppe namens „Charkower Partisanen“ sei in Russland ausgebildet worden, hieß es aus Kiew.

    Bei der Explosion auf einer Gedenkveranstaltung in Charkow sind am Sonntag nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben gekommen, neun weitere haben Verletzungen erlitten. Bei den Todesopfern handelt es sich um den örtlichen Euromaidan-Aktivisten Igor Tolmatschow sowie um einen Polizeibeamten. Zu den genauen Umständen des Anschlags gibt es widersprüchliche Angaben. Laut Augenzeugen wurde ein Sprengsatz aus einem vorbeifahrenden Auto geworfen. Die Staatsanwaltschaft berichtete, dass der Sprengsatz an der Straße versteckt gelegen habe. Der ukrainische Sicherheitsratssekretär Alexander Turtschinow sprach von einer ferngesteuerten Bombe. Die Behörden leiteten Ermittlungen wegen Terrorismus ein.

    Kaum eine Stunde später berichtete Sicherheitsratssekretär Turtschinow, dass der Geheimdienst SBU vier Verdächtige festgenommen habe. Bei ihnen sei eine Panzerfaust beschlagnahmt worden. Laut Turtschinow ist in Charkow eine Anti-Terror-Operation ausgelöst worden. Markijan Lubkiwski, Berater des Chefs des ukrainischen Geheimdienstes SBU, erklärte, dass die Organisation „Charkower Partisanen“ am Sonntag mehrere Anschläge in Charkow geplant hätten. Der SBU habe die Anschläge vereitelt. Das Presseamt des Kiewer Sicherheitsrats teilte RIA Novosti unter Berufung auf den Sicherheitsratssekretär Turtschinow mit, dass die mutmaßlichen Terroristen im russischen Belgorod ausgebildet worden sei.

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    Tags:
    Terrorakt, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Alexander Turtschinow, Ukraine, Charkow
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