16:06 17 Januar 2018
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    Ukrainische Militärtechnik neben Artjomowsk

    Ukrainische Militärs beeilen sich nicht mit Waffenabzug aus Donbass

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    Die ukrainische Militärführung hat am Dienstag erklärt, sie werde ihre schweren Waffen vorerst nicht von der Berührungslinie im Donbass abziehen, da die Feuerangriffe noch nicht aufgehört haben.

    Wie der Vize-Befehlshaber der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, zuvor gesagt hatte, haben die Volksmilizen am Dienstag um 09:00 Uhr mit dem Abzug ihrer schweren Waffen von der Berührungslinie begonnen.  Laut dem Vize-Vorsitzenden des Volksrats der „Volksrepublik Lugansk“ (LVR), Wladislaw Dejnego, ist die Republik bereit, beginnend mit dem 24. Februar den Abzug der schweren Waffen zu beschleunigen und zugleich die Handlungen der Ukraine im Auge zu behalten.

    Der Sprecher der "Sonderoperation" Kiews, Anatoli Stelmach, sagte am Dienstag zu RIA Novosti: "Der Beschuss unserer Stellungen hört nicht auf. In der ersten Etappe müssen die Kampfhandlungen auch nur für einen Tag eingestellt werden. Erst danach können wir von einem Waffenabzug reden…“. Dem Sprecher zufolge ist jetzt der Waffenabzug faktisch unmöglich.

    Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 15. Februar im Donbass ist es mmer wieder zu Schusswechseln zwischen den ukrainischen Militärs und den Volksmilizen gekommen. Die Konfliktseiten werfen einander Verstöße gegen den Waffenstillstand vor und behaupten, sie seien gezwungen, Erwiderungsfeuer zu eröffnen.

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    Tags:
    Waffenruhe, Waffenabzug, Anatoli Stelmach, Wladislaw Dejnego, Eduard Bassurin, Lugansk, Donezk, Ukraine
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