23:27 14 Dezember 2018
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    US-Soldaten in Afghanistan (Archivfoto 2014)

    „Forbes“-Kolumnist: Jede Einmischung der USA hat katastrophale Folgen

    © Foto: US Marine Corps / Cpl. Joseph Scanlan
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    Die außenpolitischen Initiativen der USA der letzten 20 Jahre haben immer in einer Katastrophe geendet, erklärt der Politologe Doug Bandow, Senior Fellow am Cato-Institute, in „Forbes“.

    „Die US-Außenpolitik wird von Narren gesteuert“, so der frühere Sonderassistent in der US-Administration unter Ronald Reagan. Was anderes ließe sich daraus schlussfolgern, wenn die beiden Parteien fordern, dass sich die USA ungeachtet der Folgen in die inneren Angelegenheiten beliebiger Staaten und zu beliebiger Zeit einzumischen?

    „Egal wie katastrophal das Ergebnis der Einmischung sein wird, wird die Kriegslobby sowieso darauf bestehen, dass dieses Vorhaben begründet gewesen ist.“

    Dabei haben die Demokraten und die Republikaner keine Meinungsunterschiede in Bezug auf eine solche Außenpolitik, betont der Politologe. Vertreter der beiden Parteien versuchen sogar sich gegenseitig dabei zu überbieten, was eine unvernünftige Einmischung angeht.

    Bandow merkt ironisch an, aus der Sicht der Washingtoner Elite müssten sich die Amerikaner in jeden Konflikt einmischen, jede Gesellschaft umgestalten, jeden Feind besiegen und sich über jede Kritik hinwegsetzen.

    Zugleich verweist er darauf, dass jede Einmischung der USA die Lage nur noch verschlechtert und komplizierter macht. „Durch jede neue Intervention in fremde Angelegenheiten drohen nur neue Probleme, Krisen und Katastrophen, welche ihrerseits eine neue Runde von Kriegen, Besetzungen, Bombenschlägen, Hilfslieferungen, Invasionen und anderen Interventionsformen zur Folge haben.“

    US-Präsident Barack Obama
    © East News / Polaris Images
    Die Politik der letzten 20 Jahre habe vor Augen geführt, dass ein solches Herangehen eine schreckliche Katastrophe darstellt.

    Bandow erinnert US-Präsident Barack Obama an sein eigenes Versprechen beim Amtsantritt, nie Dummheiten anzustellen. „Leider ist er nicht imstande, seine eigene politische Doktrin zu befolgen“, schlussfolgert der „Forbes“-Kolumnist.

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    Tags:
    Barack Obama, Doug Bandow, Ronald Reagan, USA