14:15 20 Januar 2018
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    Ukrainischer Soldat  in der Region Donezk

    Kiewer Militärsprecher: Waffenabzug erst nach zweitägiger Waffenruhe

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    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
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    Kiew ist bereit, mit dem Waffenabzug zu beginnen, wenn die Waffenruhe zwei Tage hintereinander eingehalten werden sollte, wie der amtliche Sprecher der „Sonderoperation“ des ukrainischen Militärs, Andrej Lyssenko, am Dienstag in Kiew bei einem kurzen Pressegespräch sagte.

    „Wenn die Rebellen zwei Tage hintereinander den Waffenstillstand einhalten werden, wird das für uns ein einziges Signal für den Abzug der Waffen bedeuten“, so Lyssenko.

    Der Militärsprecher warf der Volkswehr vor, unter dem Vorwand des Waffenabzugs ihre Kräfte umzustationieren und umzugruppieren. „Daher können wir nicht von einem geplanten Abzug schwerer Waffen sprechen“, so Lyssenko.

    Der Vize-Befehlshaber der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Volksmilizen um 09:00 Uhr Moskauer Zeit (07:00 Uhr MEZ) mit dem Abzug ihrer schweren Waffen von der Berührungslinie begonnen haben.  Laut Bassurin sollen im Laufe des Dienstags Artilleriegeschütze, Raketenanlagen und Artilleriepanzer — insgesamt 96 Einheiten — abgezogen werden.

    Nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 15. Februar im Donbass ist es immer wieder zu Schusswechseln zwischen den ukrainischen Militärs und den Volksmilizen gekommen. Die Konfliktseiten werfen einander Verstöße gegen den Waffenstillstand vor und behaupten, sie seien gezwungen, Erwiderungsfeuer zu eröffnen.

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    Tags:
    Waffenruhe, Waffenabzug, Eduard Bassurin, Andrej Lyssenko, Ukraine
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