14:56 22 Januar 2018
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    Situation in Mariupol

    Donezker Volkswehr: Kein Angriff auf Mariupol geplant

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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Die nicht anerkannte Donezker Volksrepublik will an die Minsker Friedensvereinbarungen mit der Ukraine festhalten. Die Volkswehr plant laut ihrem Vizekommandeur Eduard Bassurin keine Angriffe auf die Hafenstadt Maripupol.

    „Wir führen keine Offensive im Raum Mariupol und planen auch keine“,  sagte Bassurin am Dienstag in Donezk. „Wir halten uns strikt an das Dokument, das vom Republikchef unterzeichnet worden ist. Wir sind in den Stellungen geblieben, in denen wir am 15. Februar waren.“ Parallel dazu solle der Gefangenenaustausch fortgesetzt werden, sagte Bassurin. Alle ukrainischen Soldaten, die im Debalzewo-Kessel gefangen genommen  wurden, befänden sich in der benachbarten Lugansker Volksrepublik.

    In der Ost-Ukraine tobt seit April 2014 ein Bürgerkrieg. Nach dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 setzt die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die östlichen Kohlebergbau-Gebiete Donezk und Lugansk ein, weil diese den nationalistisch geprägten Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Die Regierung in Kiew hat die westlichen Staaten, die den dubiosen Machtwechsel in Kiew unterstützt haben, wiederholt um Waffenhilfe gebeten. Bei den Gefechten zwischen Militär und Milizen sind laut den jüngsten UN-Angaben mehr als 5700 Zivilisten ums Leben gekommen. Seit dem 15. Februar gilt im Kampfgebiet Waffenruhe, die unter Vermittlung Deutschlands, Frankreichs und Russlands ausgehandelt wurde.

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    Eduard Bassurin, Ukraine, Mariupol
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