03:42 17 November 2019
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    OSZE-Vertreterin für Medienfreiheit Dunja Mijatović

    OSZE-Medienbeauftragte: Ukrainische Einschränkungen für russische Medien übertrieben

    © Foto : OSCE/Susanna Lööf
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    Als „übertrieben“ hat die OSZE-Vertreterin für Medienfreiheit, Dunja Mijatović, die Einschränkungen für die russische Presse in der Ukraine bezeichnet.

    Dies geht aus ihrer Erklärung hervor, die am Donnerstag von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) veröffentlicht wurde.

    Die Erklärung der OSZE-Medienbeauftragten erfolgte im Zusammenhang mit dem Beschluss des ukrainischen Parlaments, mehr als 100 russischen Medien die Akkreditierung in Kiew zu entziehen. Die Liste der Medien wurde dabei nicht veröffentlicht.

    „Der Mangel an Transparenz in dieser Angelegenheit ist besorgniserregend. Die Behörden müssen die Gründe für solche Schritte offenlegen und die Liste der betroffenen Medien vorlegen“, so Mijatović.

    Am 25. Februar hatten die ukrainischen Sicherheitsorgane russische Journalisten der TV-Sender Erster Kanal und NTW „wegen antiukrainischer Propaganda“ festgenommen und anschließend des Landes verwiesen. Nun dürfen sie für fünf Jahre nicht in die Ukraine einreisen.

    Einem weiteren NTW-Journalisten wurde die Einreise in die Ukraine verweigert.

    Zudem verweist Mijatović darauf, dass am 16. Februar einem Team des arabischen TV-Senders Al Jazeera am Flughafen Kiew die Einreise untersagt wurde.

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    Tags:
    OSZE, Al Jazeera, NTW, Erster Kanal, Dunja Mijatović, Russland, Ukraine