23:03 13 November 2019
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    Atomkraftwerk Paks

    Ungarisches Parlament erklärt Atomdeal mit Russland für geheim

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    Trotz des Widerstandes der Opposition hat das ungarische Parlament am Freitag ein Gesetz verabschiedet, das einige Details des Atomdeals mit Russland als geheim einstuft. Zuvor hatte die Regierung in Budapest bei dem russischen Konzern Rosatom zwei neue Reaktoren für das Atomkraftwerk Paks bestellt.

    Wie das ungarische Bulletin Hungary Matters am Freitag berichtet, werden finanzielle und technische Details der Verträge zwischen russischen und ungarischen Organisationen und Unterlieferanten für 30 Jahre als geheim eingestuft.

    Die Opposition hatte das Gesetz scharf kritisiert und die Regierung beschuldigt, die Entscheidungen über den Ausbau des AKW Paks und die Zusammenarbeit mit Russland ohne ausreichende Konsultationen mit den oppositionellen Parteien  getroffen zu haben. Die Regierungspartei Fidesz betonte die Wichtigkeit des AKW-Projekts für die Energiesicherheit des Landes. „Das vertrauliche Charakter der Dokumente dient den Sicherheitsinteressen Ungarns“, hieß es laut Hungary Matters.

    Paks, das einzige AKW Ungarns, liegt rund 100 Kilometer südlich von Budapest an der Donau und deckt rund die Hälfte des Strombedarfs des Landes. Die Anlage ist seit 1982 in Betrieb und derzeit mit vier Reaktoren des sowjetischen Bautyps WWER-440 ausgestattet. Ende 2014 schlossen Russland und Ungarn einen Vertrag ab, laut dem die russische Atomholding Rosatom zwei weitere WWER-1200-Reaktoren in Paks bauen soll. Moskau sagte Ungarn einen Kredit von zehn Milliarden Euro für die Finanzierung der Bauarbeiten zu.

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    Rosatom, Budapest, Ungarn, Russland