11:32 16 Juni 2019
SNA Radio
    Russland-Beauftragte der Bundesregierung Gernot Erler

    Russland-Beauftragter Erler: Rückkehr zu Strukturen des Kalten Krieges möglich

    © Flickr/ Heinrich-Böll-Stiftung
    Politik
    Zum Kurzlink
    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
    0 657

    Die Europäische Union erstellt eine neue Strategie, um einen neuen Kalten Krieg mit Russland zu vermeiden, sagte der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, der „Badischen Zeitung“ (Dienstagausgabe).

    „Die EU ist dabei, eine Strategie zu entwickeln, um das zu verhindern. So haben wir trinationale Gespräche zwischen EU, Ukraine und Russland über das Assoziierungsabkommen der EU mit der Ukraine angestoßen. Dort hatten die russischen Vertreter Gelegenheit, ihre Bedenken dagegen vorzutragen“, so Erler, Freiburger Bundestagsabgeordneter (SPD).

    Bei dem jüngsten Vierertreffen zur Ukraine in Minsk wurde nach seinen Worten die Idee des russischen Präsidenten Wladimir Putin von 2010 aufgegriffen, eine gesamteuropäische Zone der Sicherheit und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu schaffen, die von Lissabon bis Wladiwostok reichen würde. „Wenn Putin da einen Erfolg mit nach Hause bringt, so unsere Hoffnung, könnte ihn das motivieren, sich auf einen Kompromiss in der Ukraine einzulassen.“

    „Aber auch da haben wir keine Antwort bekommen. Eine Rückkehr zu Strukturen des Kalten Krieges können wir also nicht ausschließen“, fügte er hinzu.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Beilegung der Ukraine-Krise (337)

    Zum Thema:

    Russland-Beauftragter Erler: Minsk-2 gibt Hoffnungsschimmer
    Russland-Beauftragter Erler sieht bei Kiew und Moskau „verbale Aufrüstung“
    Erler: Abzug russischer Truppen von Grenze zu Ukraine ist wichtiger Schritt
    Jagland: Neuer Kalter Krieg nur durch Beilegung der Ukraine-Krise vermeidbar
    Tags:
    EU, SPD, Wladimir Putin, Gernot Erler, Deutschland, Russland, Ukraine