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    Russland-Sanktionen (476)
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    Die USA haben im Rahmen der Sanktionen gegen Russland in mehreren Dutzend US-Geldinstituten Aktiva der russischen Banken Rossija, Sobinbank und SMP Bank in Höhe von 640 Millionen Dollar eingefroren, berichtet das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Hinweis auf das US-Finanzministerium.

    Die Bank Rossija war das erste russische Unternehmen gewesen, das nach der Eingliederung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim in Russland im März 2014 von den US-Sanktionen getroffen wurde. Die USA erklärten, die Bank gehöre dem auf die „Schwarze Liste“ gesetzten Juri Kowaltschuk, der enger Vertrauter von Russlands Präsident Wladimir Putin ist.

    Im April 2014 fielen die SMP Bank der Brüder Rotenberg, die auch zu Putins Umfeld gezählt werden, sowie die Sobinbank, die zu der Bankengruppe Rossija gehört, unter die US-Sanktionen.

    Auf den US-Konten der Banken Rossija und Sobinbank sind nun 572 Millionen US-Dollar eingefroren. Nach Angaben von WSJ sind das nach dem aktuellen Wechselkurs etwa zehn Prozent der Aktiva dieser Kreditinstitutionen im Jahr 2013.

    Der Großteil davon – rund 435 Millionen Dollar – wurde im US-Finanzunternehmen Computershare untergebracht, das umfassende elektronische Verwaltungs-Dienstleistungen im Börsensektor anbietet.

    Weitere Dutzende Millionen sind auf Bankkonten der Raiffeisen Bank gesperrt, schreibt WSJ unter Berufung auf Angaben des US-Finanzministeriums.

    Auf den US-Konten der SMP Bank liegen 65 Millionen Dollar bzw. zwei Prozent der Aktiva von 2013 nach dem aktuellen Wechselkurs, haben Journalisten berechnet. Das Geld ist auf Hunderte Bankkonten verteilt. Die größten davon mit je mehreren Millionen Dollar liegen in der Citibank, der Deutschen Bank, bei Goldman Sachs und J. P. Morgan Chase.

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    Tags:
    Sanktionen, Dollar, Raiffeisenbank, SMP Bank, Sobinbank, Bank Rossija, Juri Kowaltschuk, Krim, USA, Russland