04:33 20 April 2019
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    Leonid Sluzki, Chef des Ausschusses für die GUS und eurasische Integration der Staatsduma

    Gemeinsame EU-Armee? Russischer Politiker nennt Junckers Vorstoß „Paranoia“

    © Sputnik / Sergei Kuznetsov
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    Debatte um EU-Armee (12)
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    Als paranoid hat Leonid Sluzki, Chef des Ausschusses für die GUS und eurasische Integration der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), den Vorschlag des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker bezeichnet, eine gemeinsame EU-Armee als Gegengewicht zu Russland zu gründen. Russland will laut Sluzki keinen Krieg.

    Juncker hatte sich für die Gründung einer gemeinsamen Armee in Europa stark gemacht. „Eine gemeinsame Armee der Europäer würde Russland den Eindruck vermitteln, dass wir es ernst meinen mit der Verteidigung der Werte der Europäischen Union“, sagte der EU-Kommissionspräsident der Zeitung „Welt am Sonntag“.

    „Es ist eine Paranoia auf europäisch, eine gemeinsame Armee als Gegengewicht zu Russland zu gründen, das mit niemandem einen Krieg führen will“, kommentierte Sluzki via Twitter.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Februar-Umsturz in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln. Zudem beschloss die Nato neue Basen und eine Verstärkung ihrer Truppen in Osteuropa.

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    EU, NATO, GUS-Ausschuss, Leonid Sluzki, Jean-Claude Juncker, USA, Russland, Krim