12:20 10 Dezember 2019
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    Ukrainische Armee zieht ihre Militärtechnik ab

    Ukrainisches Militär verweigert vollständigen Abzug schwerer Waffen

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    Laut der ukrainischen Militärführung kann sie die Hauptkampflinie im Donbass nicht durch den in Minsk vereinbarten Waffenabzug „entblößen“, weil ihr noch keine Bestätigung des Waffenabzugs durch die Volkswehr vorliegt, wie der amtliche Sprecher der Sonderoperation, Andrej Lyssenko, am Montag in Kiew in einem kurzen Pressegespräch sagte.

    „Die ukrainische Seite hat ihre Waffen in vier Etappen unter Aufsicht von OSZE-Vertretern abgezogen. Wir erwarten, dass die gegnerische Seite den gleichen Schritt tut. Aber wir haben noch keine Bestätigung dessen bekommen, dass der Feind seine schweren Waffen abgezogen hat. Wir werden jetzt die vordere Frontlinie nicht entblößen und wir warten auf Beweise dafür, dass der Feind seine Waffen tatsächlich abgezogen hat“,  so Lyssenko.

    Die Behörden der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk  hatten bereits Anfang März bekannt gegeben, ihre schweren Waffen abgezogen und OSZE-Vertreter darüber informiert zu haben.

    Wie der Vertreter der Lugansker „Volksrepublik“ bei den Minsker Verhandlungen, Wladislaw Dejnego, am Montag sagte, liegen der LVR keine Informationen über den Abzug schwerer Waffen durch die Kiew-treuen Kräfte im Donbass vor. Dabei hätte der Waffenabzug nach dem vereinbarten Zeitplan bereits abgeschlossen sein sollen, so Dejnego.

    Wie der Vizekommandeur der Donezker Volkswehr, Eduard Bassurin, äußerte, ist die Volkswehr über eine Ansammlung von Waffen der ukrainischen Militärs im Süden besorgt. In der DVR wird zudem befürchtet, dass die ukrainische Seite unter dem Deckmantel des Waffenabzugs eine Waffen-Rotation durchführt.

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    Tags:
    Waffenabzug, OSZE, Eduard Bassurin, Wladislaw Dejnego, Andrej Lyssenko, Lugansk, Donezk, Ukraine