18:26 19 Februar 2020
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    Die Anzahl von Flüchtlingen in der Ukraine ist auf fast 1,8 Millionen Menschen gestiegen. Trotz der Waffenruhe wird die Situation im Osten des Landes immer schwieriger, wieder der Pressesprecher des UN-Flüchtlingskommissariats, William Spindler, am Dienstag sagte.

    „Die Anzahl der Inlandsvertriebenen wegen des Ukraine-Konflikts ist auf 1,1 Millionen gestiegen. Dabei beträgt die Zahl der Ukrainer, die nach Asyl, einer Aufenthaltsgenehmigung oder anderen Möglichkeiten suchen, um sich in den benachbarten Ländern anzusiedeln, 674.300 Menschen, darunter knapp 543.000 in Russland und fast 81.000 in Weißrussland“, teilte Spindler bei einem Briefing mit.

    Nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissariats wird die humanitäre Lage im Osten der Ukraine, besonders in den von der Regierung kontrollierten Gebieten, immer schwieriger. Die Situation der dortigen Zivilbevölkerung sei unter anderem durch Probleme mit Dienstleistungen und Vergünstigungen gekennzeichnet, die die zentrale Regierung früher gewährt hatte.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, weil diese den Februar-Staatsstreich in Kiew nicht akzeptiert hatten. Jüngsten UN-Angaben zufolge sind mehr als 6.000 Zivilisten bei den Kämpfen zwischen dem ukrainischen Militär und örtlichen Volksmilizen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Migranten, UN-Flüchtlingskommissariat, William Spindler, Ukraine