05:15 02 Juni 2020
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    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
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    Laut dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko sind die Minsker Vereinbarungen über die Beilegung der Krise im Osten der Ukraine unwirksam.

    Unmittelbar vor dem offiziellen Beginn seines Deutschland-Besuchs sagte Poroschenko der deutschen Zeitung „Bild“: „Die Wahrheit ist, dass das Abkommen nicht funktioniert.“ Minsk sei „für uns Hoffnung, nicht Realität“. „Sie sagen, dass sie ihre Waffen abziehen, doch sie geben der OSZE keinen Zugang, um das zu kontrollieren, so Poroschenko.

    „Die Ukraine hat jeden einzelnen Vertragspunkt von Minsk erfüllt, der Waffenstillstand wurde von unserer Seite sofort umgesetzt. Aber die russischen Kämpfer haben genau das Gegenteil davon getan!“, so der ukrainische Staatschef.

    Der ukrainische Präsident warf Russland dabei den wiederholten Bruch der vereinbarten Waffenruhe vor. „Jeden Tag wird von russischer Seite weiter geschossen, oft mehr als 60 Mal am Tag – insgesamt 1100 Mal wurde die Waffenruhe gebrochen“, so Poroschenko.

    „Auf den Bruch der vereinbarten Waffenruhe muss es eine Reaktion geben. Das können weitere Sanktionen sein – auf jeden Fall sollten die jetzt geltenden Sanktionen bis Ende des Jahres verlängert werden.“

    Wegen der anhaltenden Kämpfe im der Ostukraine bestritt Poroschenko das Recht Russlands, Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2018 sein zu können. „Ich denke, es muss über einen Boykott dieser WM gesprochen werden. Solange russische Truppen in der Ukraine sind, halte ich eine WM in diesem Land für undenkbar“, sagte Poroschenko.

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    Tags:
    Waffenabzug, Sanktionen, Waffenruhe, OSZE, Petro Poroschenko, Deutschland, Russland, Ukraine