18:20 19 September 2018
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    Pjotr Poroschenko und Angela Merkel in Berlin

    Poroschenko: Friedenstruppen sind keine Alternative zu Minsker Verhandlungen

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    Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat sich am Montag in Berlin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zum Minsker Abkommen über den Waffenstillstand in der Ostukraine bekannt.

    Laut Poroschenko „gibt es keine Alternative zu Minsk“. „Alle Seiten müssen den übernommenen Verpflichtungen nachkommen. Wir halten den Waffenstillstand ein und ich habe den Erlass über die Feuereinstellung herausgegeben“, so Poroschenko.

    Er möchte bekräftigen, dass die Kanzlerin und er eine gemeinsame  Auffassung zur Situation im Osten hätten und keine Alternative zu den Minsker Verhandlungen sehen würden, so Poroschenko.

    Laut dem ukrainischen Präsidenten bilden Friedenstruppen keine Alternative zu den Minsker Gesprächen und könnten die spezielle OSZE-Beobachtermission nicht ersetzen.

    „Wir sind heute an einer Ausweitung und der technischen Ausstattung der OSZE-Mission interessiert, die Drohnen, Radare und andere technische Mittel zur Verfügung haben sollte“, so Poroschenko.

    Merkel sicherte Poroschenko die volle Unterstützung der Bundesregierung zu, um eine friedliche Lösung im Osten der Ukraine zu erreichen. Ihr zufolge ist Deutschland auch zu neuen Sanktionen gegen Russland bereit. „Wir sind bereit zu notfalls neuen Sanktionen, die aber kein Selbstzweck sind“, so Merkel.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Sanktionen, OSZE, Petro Poroschenko, Angela Merkel, Deutschland, Russland, Ukraine, Minsk